KAPITEL 9 #3
Nolan kommt zuerst. Es rei?t durch ihn hindurch, Jonah bis zum Anschlag in ihm, der Schwanz schleift über die Stelle, die sein Gehirn in Rauschen verwandelt, und Nolans Orgasmus trifft so hart, dass ihm schwarz vor Augen wird und seine Hand sich verkrampft und sein Sperma ihm in dicken Str?ngen über Brust und Bauch spritzt.
Jonah spürt es, spürt Nolan sich anspannen und um ihn zucken, und h?lt noch drei St??e durch, bevor er tief hineinst??t und mit einem Laut wie eine rei?ende Naht kommt, sein Schwanz pulsiert in Nolan und füllt ihn.
Die Welle wandert. Derek sieht Nolan und Jonah, und seine Hand wird schneller, und er kommt mit einem zersplitterten St?hnen ins Moos, der Arsch zieht sich um Masons Schwanz zusammen.
Mason spürt es, spürt, wie Derek um ihn wellt, und zieht sich heraus und kommt auf Dereks Rücken.
Konnte es nicht kontrollieren, konnte nicht w?hlen, sein Sperma landet in dicken Streifen auf Dereks Haut.
Und Theo, zwei Finger noch in Mason, die andere Hand am eigenen Schwanz, sieht Mason auseinanderfallen, und das reicht.
Er kommt im Stehen, trifft Masons Kreuz, den Kopf im Nacken, ein kurzer, bellender Laut.
Stille.
Dann Atmen. Fünf M?nner atmen, als w?ren sie unter Wasser gewesen. Der See leckt sanft ans Ufer. Ein Vogel singt, der erste, den Nolan seit Tagen h?rt.
Nolan starrt in das Kronendach über sich.
Die Fichten?ste gittern gegen den blassblauen Himmel.
Jonah ist noch in ihm, wird weicher, und das Gefühl ist innig und unangenehm, und er will nicht, dass es aufh?rt.
Sein Herzschlag ist überall. In der Brust, in der Kehle, in seinem Loch, wo Jonahs Schwanz sich verschiebt, w?hrend er kleiner wird.
Theo setzt sich ins Moos. Zieht die Finger vorsichtig aus Mason. Mason rührt sich nicht. Er ist auf allen vieren über Derek, die Arme zittern, der Kopf h?ngt.
?Mase“, sagt Theo. Sanft. ?Alles gut?“
Eine lange Pause. Nolan h?lt den Atem an.
Mason hebt den Kopf. Sein Gesicht ist nass. Tr?nen oder Schwei? oder beides. Seine Augen sind klar zum ersten Mal seit zwei Tagen.
?Ja“, sagt Mason. Seine Stimme bricht. Er r?uspert sich. ?Ja. Ich bin. Ja.“
Derek rollt sich unter Mason auf den Rücken. Sieht zu ihm hoch. ?Du hast eine miserable Technik.“
Mason starrt ihn an. Dann lacht er. Das echte Lachen, nicht dieser rohe, herausgerissene Laut von vorhin. Ein Lachen aus dem Bauch, aus der Freundesgruppe, aus einem Jahrzehnt, in dem man sich zu gut kennt, um sich etwas vorzumachen.
?Fick dich“, sagt Mason. Aber er l?chelt.
?Hast du gerade.“ Dereks Mundwinkel zuckt. ?Schlecht.“
?Ich ertr?nke dich in diesem See.“
Jonah zieht sich vorsichtig aus Nolan zurück, und Nolan zuckt zusammen, und dann trifft ihn die Leere wie Trauer, was Wahnsinn ist. Es ist eine k?rperliche Empfindung, kein Gefühl, nur haben die Sporen das zu demselben gemacht.
Jonah legt sich neben ihn. Ihre H?nde finden einander. Finger verschr?nken sich. Verschwitzt, klebrig, Sperma trocknet auf beiden B?uchen.
?Das war“, f?ngt Jonah an.
?Analysier es nicht.“ Nolan dreht den Kopf. Trifft Jonahs Blick. Diese warmen braunen Augen, die Nolan liebt, seit sie neunzehn und dumm in einem Wohnheimzimmer in Portland waren. ?Mach nicht, was Derek macht. Lass es einfach das sein, was es war.“
?Und was war es?“
?Notwendig.“
Theo watet in den See. Das Wasser reicht ihm an die Schienbeine, und er lacht.
Es ist warm, unm?glich warm, der See fiebert immer noch still vor sich hin, und dann geht er weiter.
Hüfttief. Er taucht unter und kommt prustend und grinsend wieder hoch, und seine T?towierungen gl?nzen, und die bernsteinglühenden Spuren von dem, was Derek letzte Nacht mit ihm gemacht hat, sind an seiner Hüfte noch schwach sichtbar, wie Pinselstriche aus grüngoldenem Licht.
?Kommt rein“, ruft Theo. ?Ihr riecht alle nach Sperma.“
Einer nach dem anderen tun sie es. Das warme Wasser empf?ngt sie wie ein K?rper.
Nolan treibt auf dem Rücken und sieht die Karw?nde über sich aufragen und spürt Jonahs Hand an seinem Fu?gelenk, die ihn nah h?lt.
Derek schrubbt sich methodisch Brust und Schultern, der Notarzt taucht wieder auf, kümmert sich um das Danach.
Mason steht bis an die Rippen im Wasser, die Arme verschr?nkt, und starrt zur Seemitte, wo das Wasser von Schwarz in Schw?rzeres kippt.
Sie reden nicht darüber, was gerade passiert ist.
Sie müssen nicht.
Nolan treibt, und das warme Wasser bes?nftigt seine überempfindliche Haut, und der Himmel darüber ist unm?glich blau, und irgendwo unter dem Waldboden summt die Verbindung. Langsam und tonal unter allem anderen.
Er müsste entsetzt sein. Er müsste das katalogisieren: fünf zuvor heterosexuelle M?nner, Stadium 4, vollst?ndiger sexueller Gruppenkontakt, Verlust der Orientierungsstabilit?t, m?gliche dauerhafte neurologische Ver?nderung. Er müsste es aufschreiben.
Stattdessen treibt er. Jonahs Hand an seinem Fu?gelenk. Die Fichten atmen. Das dunkle Auge h?lt sie alle in seinen schwarzen, uralten, von D?monen heimgesuchten Armen.
Und Nolan denkt: Wir k?mpfen nicht mehr.
Und unter ihnen allen summt das unterirdische Netz, tief und beinahe selbstgef?llig.