KAPITEL 12 #3

Er kommt wieder. Oder immer noch. Er kann es nicht sagen.

Zwischen den Wellen gibt es keine Lücke mehr.

Splint fickt ihn in langsamen, tiefen St??en, die die volle strukturierte L?nge nutzen, und jedes Zurückziehen schleift über Theos Prostata und jeder Sto? schiebt sich daran vorbei, und der Ton schwankt zwischen Frequenzen, eine, die seinen Schwanz zucken l?sst, eine, die sein Loch zusammenziehen l?sst, eine, die so tief f?llt, dass sie in seiner Brust summt und sein Sehen golden wird und er die B?ume spüren kann.

Er spürt die Wurzelsysteme unter der Lichtung, die F?den, die im selben Rhythmus pulsieren wie Splints St??e, und er versteht pl?tzlich und vollst?ndig, dass das, was mit seinem K?rper geschieht, dem Wald geschieht.

Er ist eine Nervenendigung in einem Geflecht, das den ganzen Schwarzwald umspannt.

Jede Empfindung, die durch ihn flutet, flutet durch die F?den, und die F?den verst?rken sie und geben sie zurück, und die Schleife ist unendlich, und sie wird ihn aufbrechen, und er will, dass sie es tut.

Splints Rhythmus ?ndert sich. Schneller.

Die H?nde an Theos Hüften ziehen fester zu, nicht mit blauen Flecken, aber nah dran, die Holzfinger drücken Sicheln in seine Haut, und die Blüten stehen jetzt alle offen, jede einzelne, ein Mantel aus wei?em Flor über Splints Brust und Schultern und Hals, und seine Augen brennen nicht mehr bernsteinfarben, sondern verschieben sich, Grün f?delt sich durch das Gold, und der Laut aus seiner Brust ist nicht mehr subsonisch, er ist h?rbar, ein tiefes ?chzen von lebendem Holz unter Verwindung, der Laut, den ein Baum im Sturm macht, wenn der Wind ihn an die Grenze des Brechens bringt.

Theo schlingt die Beine um Splints Taille. Er kriegt sie kaum zu, der Umfang, das Holz an seinen Innenschenkeln, rau und warm, aber er hakt die Kn?chel ineinander und zieht sich enger heran und nimmt den letzten Rest, und Splints ?chzen wird zu einem Schauder, den Theo im Skelett spürt.

Splint kommt.

Die W?rme. Theo spürt sie, hei?, hei?er als der Rest, sie flutet ihn in dicken St??en, die kein Ende zu nehmen scheinen, und überall, wo sie inneres Gewebe berührt, vervielfacht sich die Euphorie um das Zehnfache.

Sein K?rper nimmt sie auf. Er spürt, wie sie durch die dünnen W?nde in ihm in die Blutbahn tritt, eine W?rme, die sich vom Kern nach au?en ausbreitet, und seine Haut leuchtet.

Schwach. Bernsteingrün. Phosphoreszierende Spuren blühen auf seiner Brust, den Armen, den Oberschenkeln, überall dort, wo Splints Blüten und Moos und Rinde Kontakt hatten.

Er wird gezeichnet. Er wird ver?ndert auf einer Ebene unterhalb der Entscheidung, unterhalb des Bewusstseins, auf der Ebene der Zellen und der Chemie, die sie regiert.

Die Lichtung lodert auf. Jede Pilzkolonie, jeder Pilzfaden, jeder leuchtende Organismus im Umkreis von hundert Metern antwortet auf den H?hepunkt des Waldschrats. Der Wald geht an, bernstein und grün und wei?, und für eine endlose Sekunde ist Theo das Hellste im Schwarzwald.

Dann dunkelt es ab. Langsam. Sanft. Wie ein Feuer, das man zudeckt.

Splint h?lt ihn. Noch verbunden. Die Frequenz aus seiner Brust ist auf einen tiefen, gleichm??igen, z?rtlichen Ton abgesunken, jetzt keine Frage mehr, kein Hunger.

Ein Wort, das Theo nur als behalten übersetzen kann.

Das Wort kommt nicht über die Ohren an, sondern über den Brustkorb, subsonisch zugestellt, direkt ins Mark.

Dich behalten. Dich behalten. Behalten.

Theo drückt das Gesicht in das Moos auf Splints Schulter.

Es ist feucht und kühl und riecht nach grünen Dingen, die wachsen.

Sein K?rper summt von der W?rme, jede Zelle wach und deutlich auf eine Art, die er nie erlebt hat, auf keiner Droge, in keinem Bett, in keinem Moment seines rastlosen, suchenden, siebenundzwanzigj?hrigen Lebens.

Er weint ein bisschen. Einfach überw?ltigt.

Zu viel Empfindung in einem Nervensystem, das für weniger gebaut ist. Splints Brustton verschiebt sich, wird weicher, wird zu einer beruhigenden Kadenz, die sich Theos Herzschlag angleicht und ihn herunterbringt, alles herunterbringt, ein warmes Diminuendo, das Theo an einem Ort absetzt, der wie Frieden ist.

Sie bleiben lange so. Theo k?nnte nicht sagen, wie lange.

Zeit funktioniert hier drau?en nicht richtig.

Der Mond wandert zu langsam oder gar nicht, und der Schein atmet in Zyklen, die keinen Minuten oder Stunden entsprechen.

Irgendwann hebt Splint ihn herunter, und das Herausziehen ist ein eigenes Ereignis.

Die Rippen schleifen langsam aus ihm heraus, die Leere danach ein Verlust, gegen den Theos K?rper mit einem Zusammenziehen und einem Wimmern protestiert.

Warmer Saft l?uft ihm die Innenschenkel hinab, bernsteingolden, und die Haut leuchtet überall, wo er Spuren zieht.

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