KAPITEL 15 #3
Der bernsteinfarbene Saft. Herrgott, die warme N?sse.
überall, wo ihre K?rper sich berühren, weint Kerns Haut das warme Gold, das Masons Haut überzieht und in sie einsinkt.
Die euphorischen Eigenschaften schlagen in Wellen zu.
Die erste Welle l?st ihm die Muskeln, die zweite senkt seinen Puls auf eine gef?hrlich ruhige H?he, die dritte macht jeden Zentimeter seines K?rpers zu einem stromführenden Kabel.
Die Kombination ist l?hmend: knochenlos und überempfindlich zugleich.
Mason macht einen Laut, den er nicht wiedererkennt. Hoch. Gebrochen. Die Rindentextur an seinem Schwanz ist erlesene Qual, rau genug, um zu brennen, glitschig genug von der W?rme, um zu gleiten, und gerippt in Mustern, die ihn streicheln, ohne dass einer von beiden sich bewegt.
Kerns Hand gleitet ihm den Rücken hinab. Die Finger reichen von den Schultern bis zum Arsch. Ein Finger, ein einziger Finger, dick wie Masons Handgelenk, f?hrt seine Spalte nach, und Masons ganzer K?rper zuckt.
?Warte –“, würgt Mason hervor.
Kern wartet. Die Resonanz l?uft weiter, tief, stetig, geduldig. Kern h?lt Mason an sich wie eine Beute, die er zu behalten gedenkt, und summt gegen jeden Quadratzentimeter Kontakt und wartet.
Mason presst die Stirn in das hei?e Holz von Kerns Brust. Sein Atem geht zerfetzt.
Sein Kopf ist ein Kriegsgebiet, die letzte Garnison dessen, der er war, eingegraben hinter Sands?cken, w?hrend alles andere l?ngst überrannt ist. Er ist nackt gegen einen unmenschlichen K?rper.
Er ist hart genug zu zerspringen. Und der Finger, der an seinem Loch liegt, ist warm und glitschig und für seine Gr??e unm?glich, absurd sanft.
Die Garnison f?llt.
?Mach.“
Kerns Grollen f?llt so tief, dass der Boden bebt. Die B?ume rings um die Lichtung schaudern. Irgendwo im Kronendach explodieren V?gel in die Luft. Das Moos um sie herum flutet mit Licht, die ganze Lichtung bernsteingrün überschwemmt, eine glühende Schale unter schwarzem Kronendach.
Der Finger drückt sich hinein. Langsam. Der bernsteinfarbene Saft erleichtert es, Euphorie und Relaxans und glitschige Hitze, aber die Gr??e, Mason bei?t in das Holz von Kerns Brust, und seine Z?hne rutschen von der glatt-dunklen Fl?che ab, und er ?chzt, ein Laut, aus dem Keller seines K?rpers gezerrt.
Die Dehnung ist obsz?n. Methodisch. Kerns Finger schiebt sich tiefer, in einem Tempo, das sagt: Ich lasse mich nicht dr?ngen, und du wirst mich nicht dr?ngen.
Masons Schwanz schleift an Kerns Holzhaut, und die Empfindungen stapeln sich: Fülle von hinten, raue nasse Reibung von vorn, W?rme, die sein Nervensystem flutet.
Seine H?nde krallen sich in Kerns Schultern.
Das Moos rei?t unter seinen Fingern. Er h?rt sich Laute machen, aber er kann sie nicht mehr entziffern, Vokale und Flüche verschwimmen zu Ger?usch, vorsprachlich.
Kern krümmt den Finger. Masons Sehen wird wei?.
Die Kuppe dieses gewaltigen Glieds findet seine Prostata mit einer Pr?zision, zu der kein erstes Herumtasten ein Recht hat, und drückt, und Mason schreit.
Kein Brüllen. Kein Rufen. Ein Schrei, hoch, zersplittert, der durch die Lichtung klingt wie Glas, das zerbricht und nie wieder zusammengesetzt werden kann.
?Oh Gott, oh Schei?e, oh Gott oh Schei?e oh –“
Kern nimmt einen zweiten Finger dazu. Die Dehnung blüht auf zu einer Empfindung, die die Grenze zwischen Schmerz und Lust auffrisst und eine dritte Kategorie ausspuckt, eine dritte Kategorie, für die Mason keinen Namen hat.
Seine Hüften sto?en nach vorn, mahlen seinen Schwanz an Kerns Holz, und dann drückt er zurück, treibt sich selbst auf diese Finger, und er fickt sich in beide Richtungen zugleich, aufgespie?t und mahlend und verloren.
Kern hebt Mason h?her. Setzt ihn mit einer Hand um wie eine Stoffpuppe.
Masons Beine schlingen sich um Kerns Rumpf, die Rinde schabt ihm die Innenschenkel auf, hei? und rau und bernsteinverschmiert, und der neue Winkel treibt Kerns Finger tiefer, und Masons Kopf f?llt nach hinten, und seine Kehle liegt blo? unter dem schwarzen Kronendach, und der Laut, den er macht, ist nichts.
Er hat keine Konsonanten. Er ist nur Luft und Frequenz und die restlose R?umung von allem, was er einmal war.
Kern zieht die Finger heraus. Mason wimmert bei dem Verlust, ein Laut, der ihn demütigen würde, g?be es Demütigung noch in seinem Wortschatz, was es nicht tut, was es nie wieder tun wird.
Dann setzt Kern ihn an. Und Mason sieht hinunter und sieht, was da gegen ihn drückt, und irgendein letzter Schaltkreis in seinem Hirn feuert, der, der Traglasten berechnet, der Türrahmen ausmisst, der einfache Physik versteht, und er sagt unm?glich, und sein K?rper sagt jetzt, und sein Mund sagt: ?Ja. “
Die warme N?sse hilft. Sie ist der einzige Grund, warum es geht.
Warm, dick, euphorisch, den Muskel bei Kontakt entspannend, und Kern geht langsam, gletscherlangsam, geologisch langsam, ein schrittweiser Druck, der Masons K?rper Zeit gibt, sich zu ?ffnen und zu ?ffnen und zu ?ffnen, weit über alles hinaus, was er sich zugetraut h?tte.
Die Rindentextur ist da, aber vom Saft gegl?ttet zu etwas, das seine Nervenenden als gerippte Lust lesen, jede Rippe f?ngt beim Eindringen an seinem Rand, und Mason schluchzt.
Er schluchzt offen und wild, Tr?nen und Rotz auf Kerns Brust, die H?nde ins Moos gekrallt, der K?rper schüttelt sich mit einer Heftigkeit, die als Krampfanfall durchgehen müsste.
Kern ist halb in ihm. Mason wei? das, weil er die unm?gliche Fülle davon spürt, die Anwesenheit von etwas in ihm, das seine innere Geografie neu ordnet.
Kern h?lt inne. Das Zittern kommt wieder, aber jetzt ist es innen, durch den Schwanz in ihm direkt in seine Prostata geleitet, seinen Beckenboden, sein Rückgrat.
Mason krampft. Sein eigener Schwanz spasmt, und er kommt ohne Vorwarnung, ohne Aufbau, ohne Kontrolle, ein zerrei?ender Orgasmus, der durch ihn f?hrt, w?hrend Kern noch immer weiter hineindrückt, und sein Sperma zieht Streifen über Kerns Holzhaut, und das Holz trinkt es wie Regen auf ausged?rrte Erde.
Kern h?rt nicht auf. Er schiebt sich durch Masons Orgasmus hindurch tiefer, und die überreizung ist so extrem, dass Mason sich wegzuziehen versucht, und Kerns Hand an seiner Hüfte h?lt ihn mit vollkommener Autorit?t an Ort und Stelle.
Nicht grausam. Nicht verhandelbar. Der Griff sagt: Ich habe dich.
Du überstehst das. Du wirst mehr davon wollen. Halt still.
Mason wird still. Nicht, weil Kern ihn gezwungen h?tte.
Weil eine Wahrheit in diesem Griff, diesem unm?glichen Griff, ein Schloss in seiner Brust l?st, das zu ist, seit er vierzehn war und beschloss, dass St?rke hei?t, nie gehalten zu werden.
Dass M?nnlichkeit hei?t, nie zu brauchen.
Dass Kontrolle die einzige Form von Sicherheit ist.
Kern füllt ihn vollst?ndig und h?lt dort.
Voll. Unbewegt. Das Beben schwingt durch Masons ganzen K?rper, als w?re er in einer angeschlagenen Glocke.
Er spürt es in den Z?hnen und den Fingerkuppen und den Haarwurzeln.
Seine Prostata schreit. Sein Schwanz wird schon wieder hart, weil der Saft ihn nicht weich werden l?sst und die Resonanz ihn sich nicht erholen l?sst und Kern ihn nicht gehen l?sst.
?Bitte“, sagt Mason.
Das Wort kommt ohne Erlaubnis heraus. Er hat es beim Sex noch nie gesagt.
Er hat es überhaupt noch nie gesagt, au?er in den transaktionalsten Zusammenh?ngen.
Bitte ist kein Wort, das Mason Vogt benutzt.
Bitte setzt Bedürftigkeit voraus, und Bedürftigkeit setzt Verwundbarkeit voraus, und Verwundbarkeit setzt voraus.
?Bitte.“
Kern beginnt sich zu bewegen.
Langsame St??e, die Masons ganzen K?rper nutzen.
Kern h?lt Masons Hüften und zieht ihn hoch und l?sst ihn wieder sinken, die Rippen fangen und schleifen an jeder Nervenendigung in ihm, die W?rme liefert Hitze und Euphorie in Wellen, die Frequenz moduliert mit jedem Sto?, als justiere Kern die Resonanz nach, um die genaue Kalibrierung von Masons Nervensystem zu finden.
Und er findet sie. Stimmt ihn wie ein Instrument. Spielt ihn.
Mason schlingt die Arme um Kerns Hals und h?lt sich fest. Sein Gesicht ist in Moos und Holz vergraben, und der Geruch ist vernichtend, Petrichor und dunkler Honig und der Moschus eines Wesens, so alt, dass es dem Begriff des Moschus vorausgeht.
Jeder Sto? hebt ihn. Jeder Rückzug leert ihn.
Er wird in der Luft gefickt, Schwerkraft und Griff und zwei Meter siebzig uraltes Holz, und die Lichtung lodert jetzt bernsteinfarben, jeder Faden im Moos entzündet, schlagend im Takt des Rhythmus ihrer K?rper.
Er kommt wieder. Ein zweiter Orgasmus, der hinter seinem Nabel detoniert und nach au?en durch Hüften und Schenkel bl?st, und er schreit noch einmal, in das Holz von Kerns Hals, die Z?hne schaben über die dunkle Fl?che, die Stimme rei?t in Fetzen.
Kern wird nicht langsamer. Die Vibration verst?rkt sich.
Der dritte Orgasmus baut sich auf, bevor der zweite zu Ende ist, und Mason versteht mit pl?tzlicher, schrecklicher Klarheit, dass Kern ihn vollst?ndig auseinandernehmen wird, dass das hier nicht endet, bis Mason nichts mehr übrig hat, keinen Widerstand, keine Rüstung, keinen Namen.
?Ich kann nicht –“, keucht Mason, und das Grollen durch Kerns Brust sagt du kannst, du wirst, du tust es.
Kern dreht sich. L?sst Mason zu Boden, ins Moos, auf das glühende Geflecht aus Wurzel und Faden, aber zieht sich nicht heraus.
Masons Rücken trifft den Waldboden, und der ist warm und weich und pulsierend, und die Lichter flammen bei der Berührung auf, Bernstein rennt an jedem Faden entlang, als h?tte sein K?rper einen Stromkreis geschlossen.
Er kann den Wald jetzt spüren. Nicht nur Kern, das ganze Geflecht, das Wurzelsystem, das Pilznetz, das sich kilometerweit in jede Richtung zieht, und er ist ein Knoten darin, ein Punkt der Verbindung, erleuchtet und sendend.