KAPITEL 19 #3
Nolan spürt es in seinem Schwanz. In Moders Schwanz in ihm. An der Stelle, an der die beiden Empfindungen sich überlagern und zu einem dritten Ding werden, weder seine Lust noch Jonahs, sondern etwas dazwischen.
Splints Zunge gleitet Jonahs Brust hinab, seinen Bauch, wickelt sich mit einer Pr?zision um seinen Schwanz, die Jonahs Hüften zucken l?sst. Und Theo, auf der anderen Seite der Kammer, st?hnt im Gleichklang, seine Hand stottert an Dereks Schwanz, als der Geist von Splints Zunge in seinem eigenen Nervensystem ankommt.
Mason, auf den Knien vor Kern, hat Kerns Schwanz in beiden H?nden.
Die Gr??e verlangt beide H?nde. Holzstrukturiert, gerippt wie Moders, aber die Rippen tiefer, breiter, weiter auseinander, die Oberfl?che dunkel und warm und gl?nzend von Saft, der dick zwischen Masons Fingern l?uft.
Er reibt, und die W?rme überzieht ihm die Unterarme, und die euphorisierenden Eigenschaften sickern durch seine Haut und schlagen in seinen Blutkreislauf, und Masons Kiefer wird schlaff, seine Augen glasig.
Kerns Vibration ?ndert sich. Tiefer. Dringlicher.
Seine Hand in Masons Haar führt, zwingt nicht, führt, und Mason ?ffnet den Mund.
Sein Kiefer dehnt sich. Die Augen tr?nen.
Der Feuerwehrmann, der in seinem Leben noch nie vor irgendetwas gekniet hat, und seine Lippen teilen sich für den Kopf eines Schwanzes, der dicker ist als sein Handgelenk, und Nolan kann den Moment spüren, in dem Masons Zunge die glatte, saftbedeckte Holzhaut berührt und der Geschmack einschl?gt. Dunkler Honig, Stein, Ladung.
Allein der Kopf füllt Masons Mund vollst?ndig aus. Der Saft überzieht seine Zunge, und der Rachen entspannt sich. Mason nimmt, was er kann. Arbeitet den Rest mit beiden H?nden. Und Kerns Vibration, die durch seinen Schwanz und in Masons Sch?del grollt, l?sst Masons Augen nach hinten rollen.
Durch den Boden: Masons Hingabe schmeckt wie Regen, der eine Dürre bricht. Warm. Mineralisch. Eine Erleichterung, so k?rperlich, dass sie als Geschmack ankommt.
Kerns Schwanz pulsiert in Masons H?nden.
Die Rippen verschieben sich. Nolan kann es spüren, die Rindenstruktur ist nicht starr, sondern reaktiv, die Rippen ziehen sich zusammen und l?sen sich in Wellen, die Masons Griff folgen, passen sich in Echtzeit an den Menschen an, der sie berührt.
Der Saft flie?t st?rker. Masons Unterarme sind überzogen, gl?nzen bernsteinfarben im Licht der Kammer, und die euphorisierende Substanz, die durch seine Haut sickert, macht seine Bewegungen langsamer, schwerer, bewusster.
Er reibt nicht nur Kerns Schwanz. Er betet ihn an.
Seine Daumen fahren die Rippen nach. Seine Lippen um den Kopf geschlossen, die Zunge arbeitet die W?rme aus dem Schlitz.
Kerns Hand in seinem Haar, ohne zu drücken, einfach da, und die Vibration, die durch Kerns K?rper und in Masons Sch?del grollt, ist der Klang eines uralten Wesens, das Lust erlebt und sie ohne Zurückhaltung teilt.
Und Nolan, in langsamen, vernichtenden St??en gefickt, die jede Rippe und jede Struktur nutzen, Moders Ranken halten ihm die Hüften ruhig, Moders Vibration ist darauf geeicht, ihn genau an der Kante zu halten, spürt alles davon.
Jeden K?rper. Jede Konstellation. Er ist allwissend gemacht worden, und es ist zu viel, es ist zu viel Empfindung für ein einzelnes menschliches Gehirn, und sein wissenschaftlicher Wortschatz ist leergelaufen, ersetzt durch ein wei?es Rauschen aus Input.
Moder ver?ndert den Winkel. Findet die Stelle. St??t dagegen.
Nolan schreit ins Moos.
Und der Schrei kaskadiert durch jeden K?rper in der Kammer.
Derek bei?t Theo in die Schulter und kommt ohne Vorwarnung, hei? gegen Theos Faust, und der Orgasmus h?rt nicht an Dereks K?rper auf.
Er rollt weiter. Trifft Theo, der auseinanderf?llt.
Trifft Jonah, der sich in Splints Zunge aufb?umt und aufschreit.
Trifft Mason, der an Kerns Schwanz würgt und kommt, ohne berührt zu werden, der ganze K?rper in Kr?mpfen, und zieht Streifen über das Moos.
Trifft Nolan zuletzt. Die Kaskade aus vier anderen Orgasmen l?uft auf einmal in seinem K?rper zusammen, gelegt über Moders Schwanz an seiner Prostata und Moders Ranken an seinen Brustwarzen und Moders Vibration in seinen Knochen.
Nolan kommt so hart, dass ihm die Sicht wei? wird.
Reines Wei?. Das Bernsteinlicht der Kammer ausgel?scht von der Signalüberlastung in seinem eigenen Sehnerv.
Moder folgt. Der Orgasmus des Waldschrats ist fremdartig, ein tiefes, erschütterndes Zusammenziehen, das Nolan von innen spürt, der gerippte Schwanz pulsiert, dicke W?rme flutet ihn, und die W?rme, Gott, die euphorisierende Substanz in konzentrierter Form, wird direkt in sein Gewebe aufgenommen und schickt eine zweite Welle durch ihn, bevor die erste abgeklungen ist.
Die W?nde der Kammer lodern. Bernstein, so hell, dass es fast Gold ist.
Dann l?sst das Licht nach. Wird dunkler. Der Puls des Glühens verlangsamt sich zu einem Ruherhythmus, und acht K?rper liegen in verschiedenen Konstellationen über den Moosboden verstreut, Mensch mit Mensch mit Waldschrat verschlungen, schwer atmend, zuckend, ausgewrungen.
Nicht fertig.
Nolan wei? es. Spürt es durch den Boden, in den F?den, die unter seinem Rücken weitersummen. Das war die Er?ffnung. Der erste Satz. Die Kammer ist noch nicht fertig mit ihnen.
Er dreht den Kopf. Trifft Jonahs Blick über vier Meter glühendes Moos hinweg.
Jonah liegt ausgestreckt auf dem Rücken, Splints gewaltiger Arm über seiner Brust, sein K?rper gezeichnet von leuchtenden Spuren, wo der Waldschrat ihn berührt hat.
Er ist immer noch hart. Sie alle sind es.
Die Sporen erlauben keine Refrakt?rzeit, nicht hier, nicht in der Kammer, wo die Konzentration so dicht ist, dass Erregung der Normalzustand ist und der Orgasmus nur eine vorübergehende Spitze in einem Grundpegel, der nie unter verzweifelt f?llt.
?Nolan“, sagt Jonah. Nur seinen Namen. So, wie er ihn immer gesagt hat.
Aber Kern regt sich in der Mitte der Kammer, richtet sich zu seinen vollen zwei Metern siebzig auf, und das Licht in seinen Rindenspalten baut sich wieder auf, tieferes Bernstein, das sich Gold n?hert.
Seine Gegenwart im Geflecht schwillt an, dieser tektonische Druck, dieses Wettersystem von Bewusstsein, und jeder K?rper auf dem Boden spürt die Verschiebung.
Kern grollt. Der Laut l?sst die W?nde vibrieren, die Wurzeln erschauern, die Pilzkonsolen an den W?nden sto?en frische Sporenwolken aus, die das Licht fangen und treiben wie brennender Schnee.
Der zweite Satz.
Nolan stemmt sich auf zitternden Armen hoch. Sein K?rper ist zerst?rt und singt und hungert nach mehr, und durch seine Fu?sohlen und seine Handfl?chen summen die F?den einen einzigen, resonanten Ton, der bedeutet: wir sind nicht fertig. Wir sind nicht ann?hernd fertig.
Er sieht Kern an. Kern sieht zurück. Diese uralten, glühenden Augen, die alle fünf auf einmal sehen, und die Vibration, die er jetzt erzeugt, ist nicht Geduld.
Es ist Befehl.